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Minister lobt Vorschläge der Hagener Wehren

Hagen. Es wird immer schwieriger, Menschen zu finden, die ehrenamtlich tätig sein wollen. Das gilt auch für viele Freiwillige Feuerwehren im Osnabrücker Land. Mit welchen Maßnahmen man dem demografischen Wandel begegnen und mehr Interesse für die Tätigkeiten der Feuerwehren schaffen kann, war jetzt Thema eines Gesprächs zwischen Innenminister Uwe Schünemann und den Hagener Feuerwehren.

 

Auch CDU-Landratskandidat Dr. Michael Lübbersmann war vor Ort, um sich über die Sorgen der Feuerwehrleute zu informieren. Eingeladen hatte die Hagener CDU an den Standort der Wehr der Niedermark. „Noch vor wenigen Jahren hatten wir Wartelisten, die unseren

Nachwuchs auf lange Zeit garantierten. Davon kann heute keine Rede mehr sein“, erläuterte Gemeindebrandmeister Horst Igelbrink.

Doch die Hagener Wehren begnügen sich nicht damit, nur über die Situation zu klagen: In einer Arbeitsgruppe haben sie konkrete Vorschläge entwickelt, um dem negativen Trend beim ehrenamtlichen Engagement zu begegnen. „Im Vordergrund stehen Überlegungen

zu Anreizen, die Interessierte bewegen könnten, einer Feuerwehr beizutreten“, zitierte Hajo Wöhrmann, Ortsbrandmeister der Hagener Obermark, aus dem Protokoll dieser Arbeitsgemeinschaft.

Minister Schünemann zeigte sich angetan von den Vorschlägen. Bei der Werbung um Nachwuchs müsse auf eine angemessene Ausstattung und Betreuung der Engagierten ebenso Wert gelegt werden, wie auf eine funktionierende Anerkennungskultur. „Vor allem müssen wir jedoch auch die Arbeitgeber mit ins Boot holen“, unterstrich Schünemann. Der Minister sagte zu, dass die Vorschläge der Hagener Wehren schon im Oktober Grundlage eines Arbeitskataloges sein würden, der von einer Expertengruppe im Ministerium ausgearbeitet würde.

© Dr. Michael Lübbersmann 2018