Positive Klimabilanz

15.03.2019Positive Klimabilanz

Klütsch zog eine positive Bilanz der Arbeit in der Stadt: Zahlreiche Bauvorhaben konnten realisiert werden, die Nachfrage nach Baugrundstücken sei nach wie vor hoch und der Altersdurchschnitt der Bevölkerung sei einer der jüngsten bundesweit. Der Landrat zunächst schilderte die Schwerpunkte seiner Politik. „Wir haben gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft geschaffen“, so Lübbersmann. Eine dienstleistungsstarke Wirtschaftsförderung, ein strategisches Flächenmanagement und die gezielte Förderung der Schwerpunktbranchen hätten entscheidend dazu beigetragen, den Wirtschaftsstandort Osnabrücker Land zu stärken. „Wir konnten in einem echten Poker das Unternehmen Homann hier halten und der Konzern investiert nun sogar massiv in die Standorte Dissen und Bad Essen. Weitere große Ansiedlungen oder Expansionen sind etwa Claas, Häcker Küchen oder der Werksneubau von AMAZONE in Bramsche“, schilderte er. Eine starke Wirtschaft sei die Basis für eine hohe Lebensqualität: „Nur über die Steuereinnahmen sind die Kommunen in der Lage in Infrastruktur wie Kindergärten, Schulen oder Straßen zu investieren.“ Und auch die Arbeitsplatzbilanz sei hervorragend.

 

Der Klimaschutz sei ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit, skizzierte der Landrat. Dazu gehöre ein ganzer Strauß von Maßnahmen, wie Investitionen in Windenergie oder Nahwärme, Verbraucheraktionen, Projekte für Kinder und Jugendliche oder Förderung von Blühstreifenprogrammen. „Die Klimabilanz 2018 zeigt, dass im Landkreis Osnabrück inzwischen rund 80% des kreisweiten Strombedarfs aus regenerativen Energiequellen vor Ort gedeckt und seit 2010 pro Jahr 2,8 Prozent CO2 eingespart wird“, rechnete Lübbersmann vor. Deutlich reagierte Lübbersmann auf die Kritik eines Teilnehmers an der Entscheidung des Kreistages, die Gewässer-Randstreifen für die Landwirtschaft bei einem Meter zu belassen. „Diese Entscheidung bringt eine grundsätzliche Veränderung: Zum ersten Mal wird nun tatsächlich überprüft, ob Schadstoffe ins Wasser gelangen“, erläuterte Lübbersmann. Das künftig Monitoring sei deshalb ein echter Fortschritt für die Umwelt und gehe gleichzeitig auf die berechtigten Interessen der Landwirtschaft ein. „Die moderne Agrartechnik kann Spritzmittel und Dünger punktgenau ausbringen. Viele Landwirte haben bereits in diese Technik investiert oder nutzen sie über Lohnunternehmen“, sagte der Landrat. Sie könnten so sicherstellen, dass keine Schadstoffe ins Wasser gelangen. „Doch wir kontrollieren und handeln, wo das nicht gelingt.“

 

Weitere Thema waren der Breitbandausbau, die Stärkung des Mobilität und die Entwicklung des ländlichen Raumes. Dabei ging es unter anderem um die Verbesserung der ärztlichen Versorgung mit dem Projekt „Hausarzt mit Telemedizin“, ein verbessertes Beratungsangebot des Pflegestützpunktes des Landkreises und die Gründung von Familienzentren als Ansprechpartner vor Ort.

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